Was lange währt, wird endlich gut!

Manchmal braucht es halt etwas länger bis man mit den eigentlichen Arbeiten beginnen kann. Doch gut Ding will Weile haben und die mussten wir zähneknirschend ertragen.

Die ersten Überlegungen, die Entsorgung unseres Abwassers den technisch aktuellen Umweltstandards anzupassen,  gehen auf das Jahr 2012 zurück. Unsere in den 1950er Jahren erbaute Dreikammer-Klärgrube war marode geworden. Viele Betrachtungen wurden seit dieser Zeit angestellt, die meisten davon mussten wieder über Bord geworfen werden – zu hoch waren die Auflagen der städtischen Ämter für die erforderlichen Genehmigungen. Die dann folgende Zeit zäh verlaufender Planungen verschiedener Abwasserkonzepte ist hinreichend bekannt und war für alle am Projekt Beteiligten anstrengend und nervenaufreibend. 
Zahlreiche Gespräche mit vielen verschiedenen Personen wurden geführt und viele Briefe an diverse Ämter geschrieben, irgendwie muss es doch eine Lösung geben!

Erst im Jahr 2016 nahmen wir wieder richtig Fahrt auf. Ein von uns beauftragtes Ing. Büro stand uns bei der jetzt fertigzustellenden entwässerungstechnischen Erschließung  von der Entwurfs- bis zur Ausführungsplanung zur Seite. An die Mengen und Massen, Zahlen und Preise mussten wir uns erst gewöhnen.

Zweimal haben wir das Sportamt um einen Baukostenzuschuss gebeten und im Oktober 2017 stand endlich fest, dass wir das Projekt Dank des städtischen Sonderzuschusses finanziell  stemmen können.

Auch die Mitglieder mussten über viele Jahre mitgenommen und überzeugt werden. Das letzte „Okay“ erhielten wir auf der Mitgliederversammlung im März 2018.

Die Terminplanung für die eigentlichen Bauarbeiten hat jedoch lange Zeit vorher im Hintergrund stattgefunden. Ein vom Stadtentwässerungsbetrieb zur Herstellung und Inbetriebnahme des Kanalanschlusses zugelassenes Unternehmen hatte uns bereits zugesichert, zum frühest­möglichen Zeitpunkt mit den Arbeiten beginnen zu können sofern die Beauftragung unmittelbar nach unserer Versammlung erfolge. Aus deichschutzrechtlichen Gründen sind solche Baumaßnahmen erst ab April eines jeden Jahres möglich.

Noch vor Ostern wurden die ersten Verkehrsschilder aufgestellt und die Arbeiten starteten termingerecht am 03.04.2018. 

Schweres Gerät wurde bereits bewegt, die Straßendecke aufgebrochen, ein Graben ausgehoben, das Fundament des Anschluss-Schachtes gegossen und, und, und…

Seht euch selbst die Bilder an.

Asphaltfräse im Einsatz...
...und Verladung auf Transporter.

Die Bauleitung vor Ort liegt in den guten Händen unseres erfahrenen Hauswartes, der selbst lange Jahre beim Entwässerungsbetrieb der Stadt gearbeitet hat.

Noch wissen wir nicht ob überhaupt - und falls ja – welche Arbeiten zu welcher Zeit eventuell von unseren Mitgliedern geleistet werden können. Damit wir auch diejenigen ansprechen, die seltener zum Bootshaus kommen, haben wir vorübergehend ein neues E-Mail-Postfach eingerichtet.
Interessierte Helfer können ihre Mailadresse bei abwasserprojekt@fwf-d.de  hinterlegen (bitte angeben welche Tätigkeiten ihr ausführen könnt). Unser Bauleiter Jürgen Sch. wird dann zu gegebener Zeit – das kann ganz überraschend und kurzfristig geschehen – allen Unterstützern eine E-Mail mit genaueren Informationen zuleiten. Also regelmäßig mal ins Postfach schauen!

04.04.2018 Schutt und...
...Fundament in der Baugrube
05.04.2018 Druckendschacht ohne Sohle
Schachtkonus
06.04.2018 Druckendschacht mit Steinzeugrinne
...und fertiger Sohle mit Podest
09.04.2018 Rohrgraben mit Schachtabdeckung und Einlass-Stutzen in den Schacht
Was da so alles zum Vorscheinen kommt...
 

 

 

Text: Erika B.

Bilder: Jürgen S.

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